Website selbst erstellen oder Webdesigner beauftragen? Ehrlicher Vergleich 2026
Die ehrliche Kurzantwort
Wenn deine Website einfach nur „da sein“ soll, kannst du sie selbst bauen. Wenn sie Kunden bringen, professionell wirken und dein Business stützen soll, ist ein Webdesigner in den meisten Fällen die bessere Wahl.
→ Kurzregel: DIY für Hobby & Nebenprojekt. Webdesigner, sobald deine Website echte Anfragen bringen muss.
Warum ich das ehrlich beurteilen kann
Ich war selbst mal überzeugter Do-it-Yourself-Typ. Während meiner Schulzeit haben meine Schwestern und ich ein kleines Start-up gegründet — Frauenmode und individualisierter Schmuck. Später kam ein Wein-Label dazu („Unter Freundenwein“). Für alle drei Projekte habe ich die Websites selbst gebaut. Aus der Not heraus, weil’s sonst niemand gemacht hätte.
Das war vor über zehn Jahren. Seit 2020 mache ich Webdesign professionell für andere. Und genau deshalb bin ich nicht der Typ, der DIY pauschal schlecht redet. Ich kenne beide Seiten.
Die drei Wege — und ihre echte Rechnung
1. Selbst bauen (Baukasten, WordPress-DIY)
Funktioniert, wenn du Zeit hast, Lust auf Tutorials mitbringst und deine Website kein geschäftskritisches Werkzeug ist. Kosten: 0 bis 30 € im Monat. Aber ehrlich: Ich sehe oft, dass Unternehmer hier nach drei Monaten das Projekt schleifen lassen, weil es zeitlich neben dem eigentlichen Business einfach zu viel wird.
2. Der Neffe, der Nachbar, der günstige Anbieter
Das ist die Variante, bei der es am häufigsten schiefgeht. Nicht, weil diese Leute nicht nett sind — sondern weil bei einer Handvoll Websites im Jahr die Erfahrung fehlt, um deine Seite wirklich konkurrenzfähig aufzubauen. Und weil oft keine echte Betreuung existiert, wenn später etwas klemmt.
3. Professioneller Webdesigner
Kostet mehr am Anfang, aber du bekommst Struktur, Strategie, SEO-Grundlagen, ein sauberes Design und jemanden, der sich mit deinem Geschäft auseinandersetzt. Mehr zu den realistischen Preisen findest du hier: Was kostet eine Website für kleine Unternehmen?
Der häufigste Fehler: der Billig-Weg
Ich sehe es immer wieder: Kunden kommen zu mir, nachdem sie den günstigsten Weg gegangen sind — und dann feststellen, dass genau das sie am meisten kostet.
Typisches Muster:
- jemand aus dem Bekanntenkreis hat die Seite „irgendwie“ gebaut
- es gibt keine klare Struktur, kein SEO-Fundament, kein Konzept
- nach ein paar Monaten kommt nichts über die Website rein
- dann wird komplett neu investiert — mit dem nächsten Dienstleister
Am Ende zahlen diese Unternehmen zweimal. Die erste Website war Geld für die Tonne, die zweite müsste eigentlich die erste gewesen sein.
Ein echtes Beispiel: Andreas Lehmann, Dachdeckermeister
Andreas ist Dachdeckermeister aus Neuss. Als er zu mir kam, hatte er bereits einen Webdesigner beauftragt. Das Problem: Die Seite wurde nie wirklich fertiggestellt. Keine richtige Betreuung, keine Nachbesserung, kein Ansprechpartner, wenn Fragen kamen.
Die Situation war verfahren: halbfertige Website, unklare Leistungsdarstellung, kein Fokus auf das, wofür Andreas eigentlich steht — sein Handwerk und seine regionale Verwurzelung im Rhein-Kreis Neuss.
Wir haben die Seite komplett neu aufgesetzt. Mit klarer Struktur, echter Leistungsdarstellung (Steildächer, Flachdächer, Gründächer, Reparaturen) und einer Außenwirkung, die seiner handwerklichen Qualität gerecht wird. Das Ergebnis kannst du dir bei lehmann-dachdeckermeister.de ansehen.
Das Lehrreichste an der Story: Andreas hat nicht zweimal dasselbe Produkt gekauft — er hat einmal eine halbfertige Baustelle bezahlt und einmal eine Website, die wirklich funktioniert.
Was Kunden nach dem Wechsel sagen
Die Aussagen ähneln sich erstaunlich. Was immer wieder kommt:
- „Warum haben wir das nicht direkt so gemacht?“
- „Jetzt verstehen Kunden endlich, was wir anbieten.“
- „Wir bekommen über die Website Anfragen, die vorher nicht da waren.“
Was besonders auffällt: Kunden schätzen nicht nur das Endergebnis. Sie schätzen, dass sie während des Projekts einen echten Ansprechpartner haben. Dass jemand mitdenkt, kreative Vorschläge macht und auch außerhalb der Website Themen anspricht — Logo, Print, Social Media, lokale Sichtbarkeit.
Ich sehe mich dabei weniger als Dienstleister, der abliefert — sondern eher als Sparring-Partner für den gesamten digitalen (und teilweise offline) Auftritt.
Was bei selbst gebauten Websites fast immer fehlt
Aus der Praxis, nicht aus der Theorie:
Klare Struktur
Viele DIY-Websites sind zusammengesetzt statt durchdacht. Besucher werden nicht geführt, Inhalte sind nicht logisch aufgebaut. Das Ergebnis: Leute kommen, verstehen das Angebot nicht und gehen wieder.
Echte User Experience
Das wird massiv unterschätzt. Gerade auf dem Smartphone entscheiden Sekunden. Unklare Navigation, zu viele Informationen, kein sichtbarer nächster Schritt — und du hast den Besucher verloren.
Lokale Sichtbarkeit (SEO)
Eine Website, die bei Google nicht auftaucht, ist wie ein Laden ohne Schild. Bei DIY-Lösungen fehlt fast immer das SEO-Fundament — lokale Keywords, saubere Struktur, relevante Inhalte.
Abgrenzung vom Wettbewerb
In Branchen wie Gastro, Beauty oder Handwerk sehen viele Websites gleich aus. Ohne klare Positionierung entscheiden Kunden dann über den Preis — oder gar nicht.
Wann sich „selbst machen“ trotzdem lohnt
Ich bin da ehrlich. DIY ist sinnvoll, wenn:
- dein Budget sehr klein ist und du wirklich erstmal anfangen willst
- die Website keine geschäftskritische Rolle spielt (z. B. reines Hobby-Projekt)
- du Lust und Zeit hast, dich einzuarbeiten
- es dir darum geht, schnell eine minimale Präsenz zu haben
In diesen Fällen: Leg los. Besser eine einfache Website, die existiert, als gar keine.
Wann ein Webdesigner die bessere Wahl ist
Sobald deine Website:
- aktiv Kunden bringen soll
- dein Business professionell repräsentieren soll
- dich von der lokalen Konkurrenz abheben soll
- bei Google und idealerweise auch in KI-Suchen sichtbar sein soll
… wird es schwierig, das alleine zu stemmen. Nicht, weil es unmöglich wäre. Sondern weil Zeit und Erfahrung der eigentliche Faktor sind.
Warum ich mich bewusst zwischen Neffe und Agentur positioniere
Ich habe mein Angebot bewusst so aufgebaut, weil ich immer das gleiche Problem sehe:
- Agenturen sind für kleine Unternehmen oft zu teuer (und zu unpersönlich)
- günstige Lösungen liefern keine Ergebnisse
- die meisten Unternehmen können sich weder einen Designer, einen SEO-Experten, einen Texter und einen Berater parallel leisten
Genau da bin ich. Ich kombiniere Webdesign, SEO, Content und Strategie in einer Hand. Nicht, weil das einfacher ist — sondern weil es für kleine Unternehmen wirtschaftlich die einzige realistische Lösung ist, die trotzdem Qualität liefert.
Wie die Zusammenarbeit bei mir abläuft
- Erstgespräch: wir schauen uns deine Situation, deine Zielgruppe und dein Ziel an. Kostenlos, 30 Minuten, kein Verkaufsgespräch.
- Konzept: Struktur, Inhalte, Nutzerführung, SEO-Grundlagen. Ich arbeite hier oft mit Personas, um die Website auf echte Besucher auszurichten.
- Umsetzung: mit regelmäßigem Austausch, damit du eingebunden bist — aber nicht überfordert.
In der Regel brauche ich von dir nur ein paar Stichpunkte — den Rest baue ich daraus. Inhalte und Texte kann ich vollständig übernehmen. Und ja, ich reagiere in der Regel sehr schnell. Wenn es mal länger dauert, liegt das meistens an zwei kleinen Menschen zuhause.
Fazit
Die Frage ist nicht „kann ich meine Website selbst bauen?“. Die Frage ist: was soll sie für dein Business leisten?
→ Soll sie nur „da sein“? Mach es selbst. Soll sie Kunden bringen? Investiere einmal richtig — statt zweimal halbherzig.
Häufige Fragen
Was kostet ein Webdesigner gegenüber einer Baukasten-Lösung?
Baukasten: 0–30 € im Monat. Webdesigner für kleine Unternehmen: realistisch 2.500 bis 7.500 € einmalig. Details dazu im Artikel Was kostet eine Website?
Kann ich nach dem Webdesigner wieder alles selbst ändern?
Ja. Ich setze auf WordPress, weil du dort Inhalte jederzeit selbst anpassen kannst. Du bist nie an mich gebunden.
Was passiert, wenn ich schon eine schlecht gemachte Website habe?
Das ist die häufigste Situation bei meinen Kunden. Wir schauen uns im Erstgespräch an, ob die Basis rettbar ist oder ob ein Neuaufbau sinnvoller ist — wie bei Andreas Lehmann.
Lohnt sich ein Webdesigner wirklich für kleine Unternehmen?
Wenn die Website Anfragen bringen soll: ja, in den allermeisten Fällen. Sobald dein Business auf sichtbare Kunden angewiesen ist, ist die Investition meist innerhalb weniger Monate wieder drin.
Wie lange dauert die Umsetzung einer neuen Website?
Bei mir typischerweise zwei bis vier Wochen. Der größte Faktor ist, wie schnell wir gemeinsam Inhalte und Feedback durchbekommen.
Lass uns kurz drüber sprechen
Wenn du unsicher bist, ob in deiner Situation DIY oder Webdesigner sinnvoller ist: Melde dich einfach. Ich gebe dir eine ehrliche Einschätzung — auch wenn die lautet, dass du erstmal selbst loslegen solltest.