Regeln.

Halte Dein Gedankenkarussell an und fang an die Regeln zu brechen

erschienen auf denkhandwerker.de

“Life is short, break the rules, forgive quickly, kiss slowly, love truly, laugh uncontrollably and never regret anything that made you smile.” (Mark Twain)

Bevor es heute ans Eingemachte geht, lass uns an dieser Stelle einen kurzen Moment innehalten und Herrn Twain für dieses großartige Zitat danken. Doch heute soll es weniger um die aufrichtige Liebe oder gar langsames Küssen gehen, sondern viel mehr um Konformität. Sei es privat oder beruflich, selten hinterfragen wir die typischen Regelwerke in unserem Leben. Festgefahren in unserem eigenen Gedankenkarussell wiegen wir uns tagtäglich in Sicherheit. Und dabei denken wir sogar häufig an unsere Mitmenschen: Denn Regeln zu brechen, kann anderen Schmerz zufügen. Und das wollen wir in den meisten Fällen eben nicht.

Ein simples Beispiel: Schauen wir uns eine beliebige Powerpoint-Präsentation an, strebt die Wahrscheinlichkeit gegen Unendlich, dass wir auf irgendeiner zufällig ausgewählten Slide auf Bulletpoints stoßen. Stimmst du mir zu? Irgendwann habe ich persönlich mit dieser aufgeschnappten Regel gebrochen, und sind wir mal ehrlich: Es gibt durchaus Rebellischeres. Jedenfalls muss in meiner Vergangenheit etwas vorgefallen sein, das mich genau dazu bewegt hat. Vielleicht bin ich auf eine Präsentation ohne Bulletpoints gestoßen und habe mich selbst hinterfragt, warum ich so lange an dieser Regel festgehalten habe. Und dieser Regelbruch soll jetzt irgendjemandem wehtun?

Ja. Denn deine Mitmenschen fahren schließlich auch auf ihrem ganz individuellen Gedankenkarussell, und wenn du sie dabei beobachtest, siehst du ihre Freude. Ihre Freude verursacht durch Konformität, weit entfernt davon Regeln zu brechen. Wenn allerdings das kritische Hinterfragen und der eigene Regelbruch in uns eine so große Freude und Stolz über diese Veränderung auslösen, dann sollten wir auch andere daran teilhaben lassen. Nicht gerade weil wir Lob und Anerkennung für diesen Schritt wollen und auch nicht, weil wir einer Person unser neues Regelwerk aufbinden möchten. Warum dann? Damit deine Mitmenschen auch von ihrem Gedankenkarussell absteigen, auf dem imaginären Jahrmarkt neue Fahrgeschäfte entdecken und ihr ganz eigenen Regeln entdecken und erfinden können.